"Lies, um zu leben"

Gustave Flaubert

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Der Debras Verlag ist seit 2004 in Konstanz (Baden-Württemberg) tätig. Der Debras Verlag ist ein Unternehmen, das mit deutschen Erst-Ausgaben von Büchern aus Brasilien gestartet ist. Wir spezialisieren uns auf das Verlegen interessanter Büchern, gestartet sind wir mit deutschen Erstausgaben brasilianischer Bücher.


Wir bieten qualitativ hochwertige Bücher an, die Lesefreude bringen. Außerdem stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung, wenn Sie Fragen zu unserem Unternehmen oder unseren Services haben. Egal welche Informationen Sie benötigen, wir haben das Richtige für Sie zu erschwinglichen Preisen. Das Ziel des Debras Verlags ist es, Ihnen einen freundlichen, angemessenen, professionellen und erstklassigen Service zu bieten. Durchsuchen Sie unsere Website nach weiteren Informationen zum Debras Verlag. Wenn Sie Fragen haben oder mit einem Repräsentanten des Debras Verlags über unsere Bücher sprechen möchten, schreiben Sie eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter der Telefonnummer 07531 - 813 99 96.



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"Verschenke Bücher, sie machen nicht dick, sind selten unmoralisch, aber immer etwas Höchstpersönliches!"

Ein Spruch aus dem Englischen

Bücher

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Ein gefragter Mann
978-3-937150-02-4

Das Hexenbuch
978-3-937150-10-9

Drachenspucke
978-3-937150-11-6

Rio Grade de Sul
978-3-937150-19-2

In Schweigen gehüllt
978-3-937150-12-3

Ein Tal ruft um Hilfe
978-3-937150-00-0

in mir
978-3-937150-14-7

tacet
978-3-937150-17-8

São Leopoldo
978-3-937150-08-6

Jasminblütenpampe
978-3-937150-13-0

Pater und Wissenschaftler
978-3-937150-16-1

Projekte der Wikimedia Foundation
978-3-937150-16-1

Lieblingsrezepte aus dem Storikenescht
978-3-937150-18-5

Ein gefragter Mann

Autor: Markus Herrmann
ISBN 978-3-937150-02-4
Der Humanist Reuchlin
Euro (D) 17,80
200 Seiten, Paperback
Euro (A) 18,30
Debras Verlag 2014
SFr (CHF) 25,90

Am 1. März des Jahres 1520 hält der im ganzen Deutschen Reich bekannte Humanist Johannes Reuchlin seine erste Vorlesung an der bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt. In Aufsehen erregender Weise spricht er über die alten Sprachen Griechisch und Hebräisch. Er ist in einem Streit mit dem Juden Pfefferkorn verwickelt, der seine Glaubensbrüder zur Herausgabe ihrer Schriften zwingen will. Der Katholik Reuchlin plädiert dafür, diese Texte zu lesen. Der Streit geht bis vor den Papst. In Ingolstadt formiert sich eine Oposition. Doch die angesehenen Franziskaner und andere Anhänger ergreifen für den angegriffenen Gelehrten Partei.

Das Hexenbuch

Autor: Roberto Lopes
ISBN 978-3-937150-10-9
120 Seiten
Euro (D) 12,80
Buchformat 13,5 cm x 21,5 cm
Euro (A) 13,90
Debras Verlag 2013
SFr (CHF) 18,90

Auf seiner Reise machte der Autor Roberto Lopes mit der in die Klinik eingelieferten Patientin ("seiner Hexe") eine kleine Reise. Dabei lernte er die Welt in neuer Form kennen. Und er geriet in ein unglaubliches Abenteuer. Die genial versteckte Wahrheit in dieser Begegnung bemerkte er allerdings erst, als er schon mittendrin war. Worin der Zauber eigentlich lag, erschloss sich ihm beim Zurückkehren in seine alltägliche Umgebung. Sein Buch ist ein Teil der Verzauberung, die sich über ihn legte.


"Es kommt nur darauf an, wie das Buch gelesen wird, dann enthüllt es ganz bestimmte Weisheiten, an die wir uns weiterhin erinnern. Also bereite dich darauf vor, dass du in einen wirklichen Zauberkreis gelangst, der dich lebenslang begleiten wird."


ROBERTO LOPES

dRACHENSPUCKE

Autor: Peter Wiegel
ISBN 978-3-937150-11-6
248 Seiten; Buchformat 13,5 cm x 21,5 cm
Euro (D) 17,50
Paperback
Euro (A) 18,00
Debras Verlag 2013
SFr (CHF) 25,50

Das Buch enthält zehn Geschichten aus dem Bereich der Science-Fiction. Es geht um Menschen, ihr Leben, ihre Erlebnisse und um Situationen, die es nur in der Vorstellung von Autoren der Science-Fiction gibt. In der Regel hält man die Inhalte solcher Geschichten für unmöglich, überhaupt nicht real und undenkbar. Trotzdem weiß man, dass man beim ähnlichen Inhalt sehr alter Bücher der Science-Fiction genau so dachte und heute feststellen muss, dass heutige Technik daraus Realität werden ließ.


Es handelt aber in diesem Buch nicht um Außerirdische und Raumschiffe, sondern um sehr Irdisches. Der ahnungsheischende Titel vermittelt uns viele Phantasien des Autors, nachdenklich lesenswert, mal ganz anders, erzählt der (deutsche) Autor von sich, oder dem Mann, der ihm alles in seinen nächtlichen Träumen erzählt oder ausgedacht hat.

Rio Grande de Sul

Autor: Ulrich Schierz
ISBN 978-3-937150-19-2
98 Seiten; Buchformat 17 cm x 22 cmEuro (D) 12,50
Paperback (Klebebindung)

Debras Verlag 2017

Der Autor ist ältester Sohn unserer lieben Freundin Alda Niemeyer in Blumenau. Mutter und Sohn gaben nun, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Brasilien im Bund Deutscher Philatelisten, ArGe Brasilien, ein Buch heraus; ein Übersetzung aus dem brasilianischen ins deutsche.


Ulrich Schierz schreibt: Wie Sie wissen, arbeitet meine Mutter schon seit Jahren an Übersetzungen aus dem Portugiesischen ins Deutsche, von denen einige beim Debras Verlag, Konstanz, erschienen sind. Das letzte Buch, an dem sie aktiv mitgewirkt hat, ist von mir geschrieben und wird nun auch im Debras Verlag erscheinen. Der Inhalt bezieht sich zwar auf das südliche Nachbarland Santa Catarinas, ist aber eventuell auch für die Mitglieder der Blumenau-Gesellschaft von Interesse. Das südlichste Bundesland Brasiliens, Rio Grande do Sul, hat schon von je her eine markante Rolle in Geschichte, Wirtschaft, Politik und Tourismus des Landes gespielt. Spanische Missionare erschlossen das Land, Bandeirantes aus Sao Paulo haben Grenzen gezogen, Landwirtschaft und Viehzucht eingeführt. Deutsche, Portuguiesen und Italiener erschlossen und besiedelten die Provinz. Sie errichteten Handwerksbetriebe und Produktionsstätten zur Herstellung von Arbeitsgeräten.


Das Bundesland hat brasilianische Präsidenten, aber auch bedeutende Persöhnlichkeiten der regionalen und landesweiten Wirtschaft und Politik hervorgebracht. Baukultur der Einwanderer, Literatur, Kunst, Sport und Tourismus dies alles dokumentieren wir auf Briefmarken über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren (1913 bis 2014).


Das Buch (94 Seiten) zeigt und beschreibt 100 Briefmarken und Sonderstempel sowie Belege, die in historischem Zusammenhang mit Rio Grande do Sul stehen, aber auch Einfluss auf das landesweite Geschehen gewonnen haben.

In Schweigen gehüllt

Autor: Rüdiger Heins
ISBN 978-3-937150-12-3
228 Seiten; Buchformat 13,5 cm x 21,5 cm
Euro (D) 18,90
Roman - Hardcover
Euro (A) 19,50
Debras Verlag 2013
SFr (CHF) 27,50

Die Geschichte der Honorine Steimer und des Anton Detrois beruht auf einer wahren Begebenheit. Honorine Steimer, die Ordensgründerin der Erlöserschwestern in Würzburg, muss ihr Kloster unter nicht geklärten Umständen verlassen. Obwohl sie aus dem Orden ausgetreten ist, erhält sie von diesem eine jährliche "Leibrente" von 800 Reichsmark. Mit diesem Geld versucht sie einen neuen Orden zu gründen. In ihrem Haus hat sie bereits zwei junge Mädchen einquartiert, aus denen sie Nonnen machen will. Unauffällig lebte sie in einem kleinen Dorf an der Nahe. Bei den Dorfbewohnern war sie beliebt, weil sie sich immer sehr hilfsbereit zeigte.


Doch Anton Detrois durchkreuzt ihre Pläne. Er weiß, dass sie viel Geld hat, deshalb will Detrois sie dazu überreden, ihm etwas davon zu leihen. Honorine Steimer verweigert ihm diese Bitte. Außer Kontrolle geraten, tötet der junge Detrois die alte Steimer, um sie anschließend auszurauben. Nach ungefähr vierzehn Tagen wurde er verhaftet. Zweiundvierzig Zeugen wurden am Schwurgericht in Mainz verhört und vom Oberstaatsanwalt die Todesstrafe beantragt. Das Todesurteil wurde am 4. September 1903 durch den Scharfrichter vollstreckt.

Ein  Tal ruft um Hilfe

Autoren: Antonio B. Barreto und Alda S. Niemeyer
ISBN 978-3-937150-00-0
196 Seiten, 38 Abbildungen, 3 Tabellen
Euro (D) 14,80
Buchformat 17 cm x 22 cm
Euro (A) 15,30
Debras Verlag 2004
SFr (CHF) 26,60

Die Headlines der Medien zeigen fast täglich, dass bei Naturkatastrophen und dem Ausfall der üblichen Kommunikationsmittel meist Funkamateure mit ihrem selbstlosen Einsatz und ihren portablen Geräten die einzige Verbindung zu den Einsatzgruppen ermöglichen. Oft sind das Einzelaktionen. Das Buch zeigt, wie eine organisierte Gruppe im Team mit dem Zivilschutz und dem Militär in Südbrasilien Hilfe leistet. Das Buch ist kein Roman; das Buch bringt die authentische Aufzeichnung der Hochwasserkatastrophen im Staate Santa Catarina durch Funkamateure.


In drei Teilen dokumentiert das Buch die sich über Jahre hinweg wiederholenden Hochwasser:

a) überwiegend in der Stadt Blumenau, von 1852 bis in die Gegenwart;

b) ab 1983 verbindet sich die Geschichte vom Hochwasser und dem Einsatzteam (Funkamateure, Zivilschutz, Militär und freiwillige Helfer);

c) Bilder und Dokumentation in Einzelberichten.


Möge das Buch viele Leser finden, die Anteil an den dramatischen Geschehen von 1983 in der Stadt Blumenau, Santa Catarina in Brasilien, nehmen. Ein Anhang spricht insbesondere Leser an, die mit dem Amateurfunk (noch) nicht vertraut sind und erleichtert das Verständnis der "Sprache" in den Texten der Funkamateure und ihren Einzelberichten.

in mir (Gedichte über die Jahre)

Autor: Hans-Jürgen Buch
ISBN 978-3-937150-14-7
168 Seiten; Buchformat 13,5 cm x 20,5 cm
Euro (D) 16,70
Hardcover
Euro (A) 17,20
Debras Verlag 2013
SFr (CHF) 24,80

Vater, Tochter und Sohn haben haben in der Zeit von 1986 bis 2012 unabhängig voneinander Gedichte geschrieben. Allen Gedichten gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Innenleben, das in manchen Lebenssituationen leicht bis schwer aus den Fugen gerät.


Ihre Gedichte haben die drei jetzt in diesem Buch zusammengefasst. Das Buch nimmt der Leser gewiss mehr als einmal in die Hand, um nachzufühlen und mitzuempfinden oder sogar mitzuträumen, wenn nicht noch mehr.

tacet

Autor: Wolfgang Rögner
ISBN 978-3-937150-17-8
174 Seiten, Buchformat 17 cm x 22 cm
Euro (D) 19,10
Hardcover
Euro (A) 19,70
Debras Verlag 2015
SFr (CHF) 27,50

tacet ist ein fester Begriff in der Musik und bedeutet, dass der Sänger oder der Instrumentalist pausiert und dem Besucher – sowie sich selbst – Gelegenheit gibt über das Gehörte und Gesehene nachzudenken und sich auf Kommendes einzustellen.


Für meine Reflexionen „Aus dem Tagebuch eines Kapellmeisters“ bedeutet dieser Begriff aber auch: innehalten, besinnen, erinnern . . . unterhalten!


Alle bekannten Dirigenten-Biographien haben ein Problem: sie erschöpfen sich meist in langatmigen und langweilenden biographischen Fakten, Daten und/oder glorifizierenden Beschreibungen, ohne den Mann vor dem Orchester als vitalen Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen zu betrachten.


Denn trotz aller Verklärung des „Mythos MAESTRO“ hat auch er seine komischen, einsamen, sinnlichen, satirischen oder lyrischen Seiten.


Den Autor reizte, das vielfarbige (und weitgehend unbekannte) Leben eines Kapellmeisters anhand seiner Vita kaleidoskopartig vor dem Leser auszubreiten und dabei alle Genres der Literatur – unterstützt durch karikative, humorvolle oder freche Zeichnungen von Christian Schöppler – einzubeziehen.

São leopoldo

Autor: Dieter Kerkhoff
ISBN 978-3-937150-08-6
Rio Grande do Sul / Brasilien 1824-2004
Euro (D) 17,80
192 Seiten; Buchformat 17 cm x 22 cm
Euro (A) 18,30
Debras Verlag 2014
SFr (CHF) 25,90

Brasilien war eine Jahrhunderte lang abgeschnittene portugiesiche Kolonie. Manchen mögen da die typsche deutschen Namen vieler Brasilianer, z. B. weltweit bekannter Persönlichkeiten wie der deutsche ehemalige Staatspräsident Ernesto Geisel, des Kardinals Lorscheider oder des Architekten Oscar Niemeyer verwundern.


Das Buch schildert das Entstehen der ersten erfolgreichen Kolonie im südlichsten brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. In einem historischen Rückblick erinnert der Autor an die Indianersiedlungen.


Wer sich für die Zeit der großen Auswanderungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts interessiert oder sich – jenseits von Fußball, Samba und Caipirinha – ganz allgemein dem faszinierenden Land Brasilien verbunden fühlt, dem sei die überaus anregende Lektüre des Buches empfohlen und ans Herz gelegt.

Jasminblütenpampe

Autorin: Anna Kallab
ISBN 978-3-937150-13-0
Geschichten aus Guatemala
Euro (D) 17,80
124 Seiten, Buchformat 17 cm x 22 cm, Paperback
Euro (A) 18,30
Debras Verlag 2014
SFr (CHF) 25,90

Indianer, Nasenbären und exentrische Gäste, alle waren willkommen im kleinen Hotel mit Restaurant am Atitlansee in Guatemala. Nach Aldois Huxley ist der Atitlansee "der schönste See der Welt". Der Blick auf den See und auf drei Vulkane begeistert jeden Besucher. Viele Farbfotos zeigen dies sowie Land und Leute. Vom Roden des Grundstückes 1986 bis zum Verkauf 2012 hat die Familie Kallab die Fortentwicklung des alten Mayadorfes beobachtet, miterlebt und vielleicht auch ein wenig beeinflusst.


Die Autorin erzählt davon, wie ein deutsch-österreichisches Psychologenpaar ein kleines Geschäft aufbaut in einem problematischen Land und einen Versuch unternimmt, nachhaltig zu leben und sanften Tourismus durchzusetzen. Zudem zeigt die Autorin als begeisterte Köchin, wie sie ihre Gäste im Restaurant mit köstlichen Speisen verwöhnte.

Pater und Wissenschaftler

Autor: B. Hamilton Almeida
ISBN 978-3-937150-01-7
188 Seiten, 23 Abbildungen
Euro (D) 14,80
Buchformat 17 cm x 22 cm
Euro (A) 15,30
Debras Verlag 2004SFr (CHF) 26,60

Die Geschichte des Paters Roberto Landell de Moura


Die Geschichte eines weitaus unbekannten Wissenschaftlers, der in Brasilien lebte. Er hat außer der Ausbildung zum Priester an der gregorianischen Universität in Rom Naturwissenschaften studiert. Neben seiner Tätigkeit als Priester entwickelte und baute er in seinem kleinen Labor Geräte zur Übertragung der menschlichen Stimme. Die Recherchen des Autors Almeida zeigen auf, dass Pater Landell bereits zu seiner Zeit Mikrofon, Lautsprecher, Fernsteuerungen, u. a. mit Zeichnungen und Berechnungen zur Übertragung per Funk (sogar zum Fernsehen) in seinen technischen Unterlagen festgehalten und im seinem Labor praktisch aufgebaut hat. Nach wenig Anerkennung seiner naturwissenschaftlichen Studien in seinem Heimatland baute er Geräte zur Funkübertragung in den USA, für die er mehrere amerikanische Patente erhielt. 


Nach seiner Rückkehr in sein Heimatland Brasilien erreichte er brasilianische Patentschriften für einige seiner Geräte. Mit diesem Buch versucht der Autor eine geschichtliche Ungerechtigkeit zu korrigieren, die dem Brasilianischen Pater und Wissenschaftler Roberto Landell de Moura widerfahren ist. Inzwischen tragen Institute für Erziehung und wissenschaftliche Ausbildung den Namen Pater Landells. Pater Landell gilt zudem als Schutzpatron der brasilianischen Funkamateure. 

Projekte der Wikimedia Foundation

Autor: Heinz Prange
ISBN 978-3-937150-16-1
Beiträge aus dem Blog vom Debras Verlag
zweite Auflage, stark erweitert und aktualisiert
Euro (D) 9,95
100 Seiten, Buchformat 17 cm x 22 cm, Paperback
Euro (A) 10,30
Debras Verlag 2014
SFr (CHF) 14,90

Das Buch enthält eine Zusammenfassung mehrerer Beiträge aus dem Blog vom Debras Verlag. Die zweite Auflage wurde ganz neu gestaltet. Auf die – in der ersten Auflage noch einzeln gezeigten Logos – verzichtet das neue Buch. Es wurde stark erweitert und ergänzt. Ein einzelnes Bild bringt die Übersicht der Logos von 15 Projekten und legt fest, in welcher Reihenfolge diese Projekte der Wikimedia Foundation (kurz: WMF) vorgestellt und beschrieben werden.


Die Auflistung der Quellen bieten dem Leser Hinweise zu aktuelleren Informationen aus dem Internet. Das Buch gibt einen Überblick und möchte den Leser ermuntern, das – was die Wikimedia Foundation bietet – intensiv und häufiger zu nutzen. Viele Bespiele regen an, sich selbst im Internet umzusehen, um noch mehr zu erfahren.


Lesefans freuen sich insbesondere über Beispiele der Bücher aus Wikibooks und aus WikiJunior. Denn diese kann man im Internet downloaden und lesen. Die im Buch gezeigten Links helfen dabei.

Lieblingsrezepte aus dem Storikenescht

Autoren: Danielle Laboux und Serge Schatz
ISBN 978-3-937150-18-5
Ein Stückchen Elsass zum Selbstkochen
Euro (D) 12,50
68 Seiten, Buchformat 21 cm x 21 cm, Hardcover
Euro (A) 13,10
Debras Verlag 2016
SFr (CHF) 17,70

Im Jahr 1998 eröffneten Danielle Laboux und Serge Schatz, beide in Frankreich geboren, das Restaurant Storikenescht in Konstanz. Das Ehepaar brachte damit ein Stückchen ihrer elsässischen Heimat an den Bodensee. Wollten Sie, lieber Leser, schon immer einmal wissen, wie man Schweinebäckchen zubereitet? Was gehört in den ‚Baeckoffe‘? Und wie macht man eigentlich ein leckeres Schockoladenparfait?


In diesem Buch finden Sie die Antworten! All Ihre Lieblingsgerichte haben hierin ihren Platz gefunden und warten nur noch darauf von Ihnen gekocht zu werden. Sie sind nun an der Reihe, das Stückchen Elsass in Konstanz aufrecht zu erhalten.


Viel Spaß dabei und bon appétit!

Unsere Autoren

Mit einem Klick auf das jeweilige Portrait des Autoren erhalten Sie mehr Informationen.

B. H. Almeida

U. Schierz

H.-J. Buch

M. Herrmann

R. Heins

A. Kallab

D. Kerkhoff

R. Lopes

A. S. Niemeyer

P. Wiegel

Schatz, Laboux

W. Rögner

B. Hamilton Almeida

Almeida ist Journalist. Nach abgeschlossenem Studium arbeitete er an der Nachrichtenagentur "Telenoticias", in der Gruppe Visão, 1977; ab 1979 als Reporter für Wirtschaftsnachrichten an der (großen) Tageszeitung "Estado de São Paulo". Zusätzlich war Almeida ab 1980 bis 1982 Chefredakteur der Zeitschrift "Energia Eletrica". 


Ab 1983 arbeitete er als Reporter für Handel und Wirtchaft an der Tageszeitung "Zero Hora" in Porto Alegre / Rio Grande do Sul. Für "Zero Hora" war er von 1997 bis 2001 als Korrespondent in Buenos Aires und anschließend bis 2000 dort an der "Gazeta Mercantil Latino Americana". Seit 2001 ist er wieder in São Paulo/Brasilien und verantwortlich für die "Gazeta Latino Americana"

Ulrich Schierz

Der Autor ist ältester Sohn unserer lieben Freundin Alda Niemeyer in Blumenau. Mutter und Sohn gaben nun, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Brasilien im Bund Deutscher Philatelisten, ArGe Brasilien, ein Buch heraus.


Partner auch hier unser guter alter Freund Karlheinz, Carlos Wittig.


Seine Mutter schon seit Jahren an Übersetzungen aus dem Portugiesischen ins Deutsche, von denen einige beim Debras Verlag,

Konstanz, erschienen sind.

Hans-Jürgen Buch

Hans-Jürgen Buch, Jahrgang 1952, ist selbständiger Designer, erfasst seit 1986 für ihn wichtige Gedanken und Erlebnisse in Gedichtform. Dabei widmet er sich neben seinem Inneren auch mal politischen Themen und männlichen Sehnsüchten und bekennt sich zu den Höhen und Tiefen sowie den Abgründen in seinem Leben. Er lässt uns an der Erkenntnis teilhaben, dass Schreiben etwas Befreiendes hat, Emotionen in Worte kleidet, wobei er ebenso wie seine Kinder nicht mit Verschlüsselungen spielt.

Markus Herrmann

Markus Herrmann wurde am 22.09. 1963 in Eichstätt/Bayern geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Theologie an verschiedenen Universitäten und Hochschulen und arbeitete unter anderem als Journalist, Wissenschaftler und Buchverkäufer. Derzeit ist er in der Bibliothek des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt angestellt und katalogisiert dort den rund 12.000 Bände umfassenden Bestand. 


Er hat bisher fünf historische Romane in verschiedenen Verlagen sowie einige Kurzgeschichten veröffentlicht. In seinen Werken stellt er jeweils eine bekannte historische Persönlichkeit in den Mittelpunkt und bietet eine Mischung aus Fakten und Fiktion.

Rüdiger Heins

Rüdiger Heins studierte Pädagogik und Kulturwissenschaften. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller sowie Regisseur und produziert Beiträge für Hörfunk, Fernsehen und Internet. Er ist Dozent im Creative Writing sowie Gründer und Studienleiter des INKAS – Institut für Kreatives Schreiben in Bingen und Bad Kreuznach. 


Mit seinem Roman "Verbannt auf den Asphalt" und den Sachbüchern "Obdachlosenreport" und "Zuhause auf der Straße" machte er die Öffentlichkeit auf Menschen am Rande unserer Gesellschaft aufmerksam. Er organisiert auch Literaturveranstaltungen, interdisziplinäre Künstlerprojekte und koordiniert die Lange Nacht der Autoren. Heins ist Herausgeber des Online- und Radiomagazins eXperimenta.

Anna Kallab

Anna Kallab, geboren in Schlesien, aufgewachsen in Bitburg/ Eifel, studiert in Münster, Wien und Hamburg, gearbeitet als Psychologin, Lehrerin, Putzfrau und Köchin. 


Gelebt in Indonesien (Bandung), gesegelt nach Australien, Psychologin in den Justizvollzugsanstalten von Heilbronn und Dresden, fast zwanzig Jahre Arche Noah – Hotel und Restaurant – am Atitlansee in Guatemala. Sie lebt jetzt in Dresden und Ritzing/ Österreich.

Dieter Kerkhoff

Von Dieter Kerkhoff erschien in zweiter und überarbeiteter Auflage das Buch São Leopoldo. Anlass dazu gab das Dreißigjährige Bestehen der „Arge Brasilien“, der „Arbeitsgemeinschaft Brasilien e.V., die philatelistische Studien und Forschungen betreibt. 


Gleichzeitig galt es, der überaus erfolgreichen Gründung der deutschen Kolonie „São Leopoldo“  zu gedenken. So wurde die schon erschienene Ausgabe aus dem Jahr 2004 überarbeitet und 2013 neu aufgelegt. Zur neuen Ausgabe kam ein Grußwort vom derzeitigen Brasilianischen Botschaften José Arthur Depot Medeiros in Berlin, sowie liebevolle Worte der Urenkelin des Stadtgründers Blumenau, Frau Jutta Blumenau-Niesel. Initiator  und erster Präsident der Arge Brasilien ist für seinen Einsatz und seine Arbeit ein Seite gewidmet. Aber die Hauptarbeit und das sorgsame Zusammentragen des Material leistete Dieter Kerkhoff.  Er hatte Hilfe von Dagmar Hollberg, Jutta Bumenau-Niesel und Stefan Laux, Korrekturlesen übernahm Peter Splett, der schon das Layout der Sonderausgabe SIIEPOSTA gemacht hatte.

Roberto Lopes

Roberto Lopes sagt von sich selber er sei ein „ewiger Student“. Er ist Arzt und führt mit seiner Schwester eine Klinik in São Paulo.  Er hat außerdem noch  Jura studiert und ist graduiert und, weil es ihn interessierte, hat er zudem sein Ingenieurstudium abgeschlossen. Er gehört zu den Menschen, die einfach alles interessiert. So schreibt er immer Artikel und Texte für medizinische Zeitschriften. Im Jahr 2000 stellte er sein „Hexenbuch“  vor. 


Es ist die Geschichte eines junge Arztes und einer seiner Patientinnen. Die alte Dame, sie ist über 80 Jahre alt,  freundet sich mit dem jungen Arzt an. Sie zeigt ihm anhand vieler alltäglichen Geschehen, wie man die Welt auch anders sehen kann. Das Buch wurde in Windeseile ein Bestseller. Und nach der Übersetzung ins Deutsche, erschien die dritte Ausgabe in Brasilien, die inzwischen schon wieder vergriffen ist. Roberto Lopes ging allen Interviews und Fotografen aus dem Weg. Erst nachdem „Das Hexenbuch“ im Debras Verlag erschien, hat er sich mit seiner Übersetzerin photographieren lassen.

Alda S. Niemeyer

„Oma Alda“, wie sie von ihren Funkkollegen genannt wird, ist in Joinvile geboren und lebt seit über 40 Jahren in Blumenau. Sie ist in vierter Generation Brasilianerin. Sie ging in Curitba/Pr zur Schule, wo sie die Oberstufe beendete. Den ganzen zweiten Weltkrieg erlebte sie in Deutschland, arbeitete als Krankenschwester bei einem Kieferchirurgen und im Roten Kreuz. Sie ist mit dem Arzt Dr. Érico Niemeyer verheiratet, hat sechs Kinder, neun Enkel (und neun Ur-Enkelchen!) und findet immer noch Zeit, sich ihren Hobbys zu widmen: dem Amateurfunk und dem Laientheater. Seit 1976 gehört sie dem Club der Funkamateure in Blumenau an, hatte diverse Ämter und ist Vorsitzende des Ortsverbandes im Club der Funkamateure in Blumenau. Als Mitglied des Ordens der Funkamateure „Pater Landell de Moura“ ist sie Schlüsselstation. 


Für alle Arbeit zur Bekanntmachung von Leben und Wirken Pater Landells als Mann der Wissenschaft, erhielt sie die Komtur des „Ordem de Radioamadores Padre Landell de Moura“. Sie hält es für wichtig, den Einsatz und die Arbeit von Funkamateuren während der Katastrophe durch Hochwasser der Geschichte Blumenaus anzufügen. Das Buch von B. Hamilton Almeida „A saga de Padre Landell“ hat sie ins Deutsche übertragen und mit Hilfe von Funkamateuren in Deutschland im Mai 1995 in Dortmund vorgestellt. Die ergänzte deutsche Ausgabe erschien 2004 im Debras Verlag unter dem Titel „Pater und Wissenschaftler“ (ISBN 3-937150-01-3). Sie ist Ehrenbürgerin von Blumenau.

Peter Wiegel

Peter Wiegel ist aufgewachsen in Hamburg, erbte von seiner Mutter. der Grapfikerin Hill Peyk die Liebe und das Talent für grafische Dinge, von seinem Vater, einem Schiffbauer und Heimtaucher ... Auf seiner Homepage findet man unter "Curriculum Vitae" mehr über ihn. ER beschäftigt sich intensiv mit Schriften und sagt dazu: "Hat irgend ein Nutzer einen speziellen Schriftenwunsch, einfach mal melden, so einige der hier vorhandenen Schriften sind ja schließlich Ergebnis eines solchen Wunsches." 


Seine sonstigen Interessen sind Wikipedia, Typogre (Erstellung von Computer-Fonts, z.B. auch Arabisch, Kyrillisch, Frakturschriften), Musik, Sci-Fi, weltanschauliche Fragen, Beratung in Computerfragen auf Yahoo Clever in deutsch und englisch, derzeit Platz 3 in der Antworter Bestenliste im Bereich Computer Internet mit über 4600 besten Antworten seit Januar 2008. Nichtraucher.

Serge Schatz & Danielle Laboux

Im Jahr 1998 eröffneten Danielle Laboux und Serge Schatz, beide in Frankreich geboren, das Restaurant "Storikenescht" in Konstanz.


Das Ehepaar brachte damit ein Stückchen ihrer elsässischen Heimat an den Bodensee. Danielle Laboux, Jahrgang 1952, ist eigentlich gelernte Verwaltungsangestellte. Serge Schatz, ebenfalls Jahrgang 1952, wurde hingegen als Restaurantfachkraft ausgebildet. Erst später verwirklichte er sich im eigenen Restaurant als Koch, während seine Frau die Restaurantleitung übernahm. 18 Jahre führten die beiden gemeinsam das Storikenescht am Döbeleplatz, bis sie sich im April 2016 in den verdienten Ruhestand zurückzogen. Durch die vielen Nachfragen der Stammgäste, entstand die Idee eines Kochbuchs. In „Lieblingsrezepte aus dem Storikenescht – Ein Stückchen Elsass zum Selbstkochen“ fassen sie beliebte Speisen aus ihrer elsässisch-französischen Küche zusammen und laden so ein, das Storikenescht weiterhin am Leben zu erhalten!

Wolfgang Rögner

Wolfgang Rögner ist in Thüringen geboren und studierte an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar sowie am Konservatorium in St.Petersburg (Meisterklasse Prof. Arvid Jansons). Bei internationalen Wettbewerben und Festivals erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.


Nach Verpflichtungen als Kapellmeister in Plauen und Zwickau war er Musikdirektor am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen und gleichzeitig First Principal Conductor beim renommierten Nederlands Dans Theater in Den Haag sowie Chefdirigent am NBO in Amsterdam. 1989 verpflichtete ihn das Theater Erfurt als Generalmusikdirektor (GMD) und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters. Von 2002 bis 2010 war er Intendant am Sorbischen National-Ensemble.


Zum August 2015 wurde Wolfgang Rögner zum Chefdirigenten und GMD am Leipziger Symphonieorchester berufen. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Neuen Kammerorchesters Dresden und ständiger Gastdirigent des tschechischen Orchestra Puellarum Pragensis.


Als gern gesehener Gast war Rögner bei zahlreichen namhaften Orchestern im In- und Ausland wie der Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern sowie den Rundfunk-sinfonieorchestern von Frankfurt/M., Leipzig, Berlin und Budapest. Darüber hinaus führten ihn Einladungen u.a. an die Staatsoper Sofia („Carmen“), die Staatsoper Vilnjus („Tannhäuser“), in viele Musikzentren Europas sowie nach Japan, Süd-Korea und Lateinamerika. 


Als Bühnenautor schrieb er Libretti und Szenarien für musikalische Märchen, Musicals und Tanztheater, die inzwischen mehr als 200 Aufführungen erlebten. Zahlreiche CD-Produktionen u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig und den Bamberger Symphonikern runden sein Schaffen ab.

Ein Interview

Mit Verleger Heinz Prange, Konstanz

eXperimenta:
Welche Akzente setzen Sie in Ihrem Verlagsprogramm?
Heinz Prange:
Leser über Zusammenhänge und historische Ereignisse  – insbesondere aus Brasilien – zu  informieren, die bei uns, beziehungsweise in Europa, bisher wenig oder gar nicht bekannt sind oder waren.
eXperimenta:
Herr Prange, wie wird man eigentlich Verleger?
Heinz Prange:
Mein beruflicher Weg hatte mit Büchern wenig zu tun. Ich entwickelte und verfasste einige vor Jahren veröffentlichte Lehrgänge. Später war ich als Ausbilder und Redakteur tätig. Dabei wurde ich auf geschichtliche Geschehnisse aus Brasilien aufmerksam, die mir und anderen in Deutschland bisher unbekannt waren. Eigentlich könnten Sie diese erste Frage – gemäß Ihrer Formulierung – sicher besser allgemein gültig und zielgerichteter beantworten als ich.
eXperimenta:
Welchen Kontakt pflegen Sie zu Ihren Autoren und Autorinnen?
Heinz Prange:
Da ich Herrn Almeida und Frau Niemeyer persönlich kennengelernt habe, besteht ein regelmäßiger Kontakt zwischen uns per E-Mail und meist wöchentlichen Gesprächen via Skype.
eXperimenta:
Brasilianische Autoren bilden einen der Schwerpunkte Ihres Verlagsprogramms. Wie hat sich das ergeben?
eXperimenta:
Brasilianische Autoren bilden einen der Schwerpunkte Ihres Verlagsprogramms. Wie hat sich das ergeben?
Heinz Prange:
Während meiner Tätigkeit als Redakteur bekam ich einen Druck in deutsch über Pater Landell in die Hand. Bei einem Vortrag von Frau Alda S. Niemeyer in Deutschland wurde dieser in wenigen Exemplaren verteilt. Ich wollte einen ausführlicheren Beitrag über die Patente und Erfindungen von Pater Landell verfassen. Darum nahm ich Kontakt mit Frau Niemeyer in Brasilien auf. Nach Veröffentlichung meines Beitrags trafen wir uns in Deutschland. Dabei erfuhr ich von dem Buch, das sie über die Katastrophen der  Hochwasser in Blumenau im Staate St. Catarina verfasst hatte. Wir vereinbarten, dass ich beide Bücher in  Deutsch verlegen würde, nachdem sie mir die Übersetzung beider Bücher geliefert hatte.
eXperimenta:
Ihr Verlag wurde 2004 gegründet. Bereits jetzt sind Sie sehr erfolgreich. Wie konnte das so schnell gehen?
Heinz Prange:
In Brasilien reagierten Fernsehen, Rundfunk und Tageszeitungen mit erstaunlich vielen Berichten auf die Vorstellung des Buchs Pater und Wissenschaftler von B. Hamilton Almeida. Er stellte seine deutsche  Ausgabe persönlich in Deutschland vor. Herr Almeida wurde danach von einem der bekanntesten  brasilianischen Verlage gebeten, eine erweiterte Neuauflage seines Buchs zu veröffentlichen.
eXperimenta:
Sehen Sie sich als Kleinverlag – oder wo sind Sie einzuordnen?
Heinz Prange:
Ich ordne meinen Verlag als Kleinverlag ein.
eXperimenta:
Was ist bisher Ihr größter verlegerischer Erfolg?
Heinz Prange:
Die Signierstunde mit B. Hamilton Almeida bei Vorstellung seines Buchs in Deutschland  sowie das Echo der Leser auf die Vorstellung des Buchs „Hanna im Duft der Winterszeit” der schweizerischen  Autorin und Künstlerin Rita Eggspühler-Schwarb während einer Vernissage in Luzern/Schweiz.
eXperimenta:
Wie sehen Ihre nächsten Projekte aus?
Heinz Prange:
Es werden in diesem Jahr in meinem Verlag zwei Bücher erscheinen: Ein deutscher Autor zeigt die Historie einer Stadt auf, die in Brasilien von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Ein zweites Buch, verfasst  von einem brasilianischen Autor, wurde in der ersten Auflage in Brasilien mit 70.000 Exemplaren verkauft. Die 2012 erschienene zweite Ausgabe übersetzte Frau Niemeyer für den Debras Verlag ins Deutsche. Und natürlich  hoffe ich, dass diese Ausgabe bei deutschen Lesern genau so aufgenommen wird wie in Brasilien.
eXperimenta:
Schreiben Sie auch selbst?
Heinz Prange:
Ja. Allerdings habe ich im eigenen Verlag momentan noch nichts veröffentlicht. Doch Vorbereitungen zu  einigen Titeln sind in der Planung.
eXperimenta:
Vielen Dank für das Gespräch.

Quelle:
Das Interview führte Rüdiger Heins und veröffentlichte es 2013 in der Internet-Publikation eXperimenta (Heft 3 ab Seite 45) im Internet online.

"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste"

Heinrich Heine

Rezensionen

Entdecken Sie einige Leseerfahrungen 

Autorin: Rita Eggspühler-Schwarb

Hanna im Duft der Winterszeit


Eine Buchbesprechung aus Österreich:

"Die liebevoll – sowohl was Text als auch Bilder betrifft – erzählte Geschicht' erfreut "Klein wie Groß" in selbem Maße. Es führt den erwachsenen Leser zurück in eine Zeit glücklicher Kindertage (was in jedem Falle auf mich zutrifft!) und überrascht mit einem wunderschönen Schluss. Eine Geschichte, welche keinesfalls in der Vorweihnachtszeit fehlen sollte!

INGO KÖNIG A-5340 St. Gilgen"



Eine Geschichte für die Vorweihnachtszeit

Leseerfahrung von Edgar Helmut Neumann


Hanna unterbricht die erzählende Nachbarin bei deren Geschichte aus ihrer Kindheit: „…wenn vier kleine Sonnen durch den Nebel scheinen würden müsste der Nebel fortgehen…" Die Kleine ist die Protagonistin der Geschichte, die Kindern vor Weihnachten vorgelesen oder erzählt werden kann. Rita Eggspühler-Schwarb hat sie mit selbst gemalten Bildern illustriert.


Das Buch (BOD-hergestellt) erschien 2004 im Debras-Verlag. Die Autorin schrieb mit der Geschichte ihr erstes Buch, liest man auf dem Buchdeckel. Sie hat die traditionelle Weihnachtsgeschichte in ein Kind-Erlebnis eingepackt, das mit Äpfeln von Nachbarn beginnt und einem besonderen Weihnachtspäckchen endet. Dabei lichtet sich mehr als nur der Nebel vor der Tür. Die kleine Hanna ist ein neugieriges wissbegieriges Kind, das wie sein älterer Bruder auch im Kindergarten ein Gedicht lernen möchte, um zuhause Freude zu verbreiten. Sie ist ein kleines Mädchen, das in dieser Geschichte eine von moderner Technik unbeschädigte Kindheit hat und sich über viele Kleinigkeiten freuen kann. Skeptische Erwachsene sollten das Träumen wie in eigenen Kindertagen einfach wagen und vielleicht… sich wundern. Weihnachten steht ja bald wieder vor der Tür.

Robert Lopes: Das Hexenbuch
(O Livro da Bruxa übersetzt von Alda Schlemm Niemeyer)
Debras Verlag Konstanz 2013, 120 Seiten, Klappenbroschüre


Lesererfahrung von Edgar Helmut Neumann


Bevor ich über das Buch schreibe, muss ich mindestens einen Satz zur Übersetzerin sagen: Alda Schlemm Niemeyer, eine sehr agile Seniorin, hat mich aus vielerlei Gründen "eingefangen" und damit auch für den von ihr in der deutschen Ausgabe lesenswert gemachten Text von Roberto Lopes eingenommen.

Ich kann die Originalausgabe nicht lesen, weil ich des Portugiesischen nicht mächtig bin. Ich habe über den Autor im Internet suchend nicht viel in Erfahrung bringen können, bei amazon nicht mehr als ein Foto, das ihn „in guter Verfassung" zeigt, ein Kinderbild.
So muss ich mich mit der Information im Klappentext des Buches aus dem Debras Verlag zufrieden geben: Ein Arzt, der mit seiner Schwester eine Klinik in São Paulo leitet, nebenbei Ingenieur und Rechtsanwalt ist. Aus anderer Quelle weiß ich, dass das Livro da Bruxa  bereits eine hohe Auflage erreichte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Nun auch ins Deutsche.

Ich war sofort begeistert von der inzwischen 93 Jahre alten Übersetzerin, als ich mir in einem bekannten Internet-Portal zwei Interviews mit ihr zu ihrem neunzigsten Geburtstag und dann noch einmal zwei Jahre danach anschaute (deren Wortlaut ich leider nicht verstand aber erahnte) und mir vorstellte, sie wäre diejenige gewesen, der der Ich-Erzähler begegnet ist. Sie wird mir das Gedankenspiel bestimmt verzeihen. Da gibt es auch noch ein knappes Video über die Frau aus Blumenau in Brasilien ( die damals das Inferno in Dresden überlebte) , in dem man sie über einen lokalen Übersetzungsauftrag deutsch reden hört. So viel zu ihr.

In Roberto Lopes' Buch wird ein junger Arzt von seiner betagten Patientin zurück ins Leben geführt, er lernt zu leben. Sein Leben bekommt über einen kleinen Zeitraum hinweg eine völlig neue Qualität. Er lernt sehen und verstehen, wobei er sich ein neues Verständnis der Alltäglichkeiten aneignet. Seine Patientin, die am Ende überraschend auf Schiffsreise geht, und das nicht zum ersten Mal, macht ihn auf Zusammenhänge aufmerksam, die für ihn längst zu nicht mehr beachteten Selbstverständlichkeiten wurden. Sie weckt bei ihm eine neue Aufmerksamkeit. Sie lässt ihn aufs Neue verstehen, was Kinder den Erwachsenen voraus haben. Sie sagt ihm gleich zu Beginn, dass sie eine Hexe sei, er nennt sie sofort Professorin. Dass er die Begegnung mit ihr als Ich-Erzähler zu diesem Hexenbuch verarbeitet, ist noch etwas mehr als der Kuss, den sie ihm zum Abschied abverlangt.

Roberto Lopes hat sein Buch mit sehr viel Gefühl geschrieben, die Empathie, die der Ich-Erzähler für seine Patientin empfindet, überträgt sich aus der Fiktion heraus ganz automatisch in des Lesers Gedanken, wenn diese in seiner eigenen Umgebung kreisen.

Und nicht vergessen darf ich, wie simpel es manchmal ist, einem klarzumachen, dass man um zu erkennen nicht zu weit denken darf: Dieses kleine Quadrat mit zwei diagonalen Linien, das einmal als Briefumschlag angesehen werden darf, dann eine Sanduhr wird und letztlich den Blick in einen weiten Raum öffnet. Nicht zu vergessen schließlich die sehr einfache Wirklichkeit, dass jeder Mensch tatsächlich ein „homo ludens" ist, was nach Friedrich Schiller viele weitere einsichtige „Lehrmeister" mehr oder weniger eindringlich formulierten. Roberto Lopes addiert die Erkenntnis einfach nur spielerisch an die Reihe von beachtenswerten Weisheiten, die er aus einer „Malstunde" heraus entwickelt.

Ich ende an dieser Stelle, weil ich Acht geben muss, dass ich nicht zu theoretisch werde und den spielerischen Geist des Buches, das man selbst „erfahren" muss, gedanklich zudecke.

Peter Wiegel: Drachenspucke
Debras Verlag Konstanz, 2013, 248 Seiten, Klappenbroschüre


Ein Buch, das zur Nachdenklichkeit anregt


"Drachenspucke" gab Peter Wiegel seinem im Debras Verlag Konstanz erschienenen Buch als ahnungsheischenden Titel. 240 Seiten, die nacheinander Lust auf mehr machen.  Auf den meisten Seiten steht etwas, was als Unterhaltung zu lesen ist. Das Buch ist wohl aber auch deshalb geschrieben, weil der Autor zumindest manchmal nachdenklich machen will. Auf irgendeiner Seite beispielsweise sagt er uns, dass Menschen zu viele überflüssige Ängste haben, um uns gleichzeitig zwischen den Zeilen mitzuteilen, dass wir gelegentlich zu furchtlos mit etwas umgehen.


Seine Geschichten beginnt er mit der Frage, was ein Mensch denn sei. Immanuel Kant fand ich im Buch nicht zitiert, aber dass der Mensch ein Geschöpf der Mitte ist, weil man nicht weiß, was vor ihm war und was nach ihm kommen wird, das stellt sich in überraschenden Entwürfen von vielleicht Möglichem und wahrscheinlich Unmöglichem immer wieder dar.
Peter Wiegels Homepage teilt uns sehr viel über diesen Menschen mit und lässt uns auch mit vielen Fragezeichen einfach sitzen. Sein Buch "Drachenspucke" vermittelt uns viele Phantasien dieses Autors, dem anderweitig überragende Fähigkeiten bescheinigt sind und dem hiermit dann noch viel mehr bescheinigt ist. Müssen wir nicht wirklich auf unseren Nachwuchs Acht geben, dass er nicht zu Cybermenschen mutiert, basteln nicht schon Unermüdliche an Interface-Beziehungen, wird im Fernen Osten nicht schon bald der stimulierende Online-Kuss serviert? Auch deutsche Studenten arbeiten an ferngesteuerten Orgasmen. Die Cybersexsucht ist bereits ein lexikalischer Begriff. Peter Wiegel geht es offensichtlich aber nicht um den erhobenen Zeigefinger sondern um eine amüsante Unterhaltung mit Nebeneffekten. Es wäre nicht fair, zu viel über den Inhalt des Buches zu verraten. Mir gefallen alle zehn Geschichten, einige natürlich mehr als die anderen. Besonders interessant finde ich eine Transgender-Beziehung, deren Unwirklichkeit man gerne in eine baldige Wirklichkeit umwandeln möchte. Dieses Märchen wird aber so bald nicht wahr werden.

Meine Lieblingsgeschichte ist die letzte des Buches, man möchte fast sagen, ein utopisches Dornröschen-Märchen ohne böse Hexe sondern mit einem liebenden Vater. Dabei stellt sich mir die Frage, ob im Zeitalter von Klonen usw. und Einfrieren dieser Traum denn so weit weg sein muss. 


Als Albrecht Ludwig Berblinger 1810 seinen flugfähigen Gleiter der Öffentlichkeit vorführen wollte, stürzte er damit in die Donau und wurde verlacht. 1986 hat dann jemand nachgewiesen, dass dieses Gerät wirklich flugtauglich gewesen ist. Solche Nachrichten wecken in uns Gefühle, wie sie der eine unter uns in jugendlichen Jahren beim Lesen mancher Geschichten von Jules Vernes, andere in späteren Jahren bei Romanen von Karl Herbert Scheer oder seiner in- bzw. ausländischen Autorenkollegen empfunden haben mag. Als ich jetzt Peter Wiegels "Drachenspucke" las, dachte ich unwillkürlich an Leonardo da Vincis  Entwurf eines Flugapparates, worüber heutzutage niemand lächelt sondern staunt. Ich will damit keinesfalls mutmaßen, dass Wiegels Phantasien, die absolute Science Fiction sind, einmal Realität werden könnten. Mir scheint das meiste eher völlig unwahrscheinlich. Doch wie oft schon ist an "Die Reise von der Erde zum Mond" erinnert worden, wobei eine Landung der Menschen auf dem Erdtrabanten für Jules Vernes selbst damals noch eine absolute Unglaubwürdigkeit gehabt haben dürfte. Vielleicht kommt es ja nur auf die Intentionen in solchen Tagträumen an. Solche Tagträume müssen ja nicht immer Wunschgedanken sein, sie haben- wie schon bemerkt - ebenso oft einfach warnenden Charakter.

Manchmal gelingt dem Menschen aber ein visionäres Vorausdenken, das keineswegs den mehr oder weniger festen Glauben an mögliche Realisationen oktroyieren will. Soviel zu meinen abschweifenden Gedanken, die mich beim Lesen von Peter Wiegels "Drachenspucke" befielen ohne dass ich mich ihrer erwehren wollte.

2013 sind diese zehn SF-Geschichten wissenschaftlich, technisch und moralisch schlichtweg Utopie. Wer weiß heute, was dreizehn Jahre vor der nächsten Jahrtausendwende sein wird? Aber ist es nicht doch bezeichnend, dass man solche Gedankenspaziergänge schildert, bevor man auf seinen persönlichen Lesegenuss zu sprechen kommt?  Um dem Leser gegenüber fair zu bleiben, habe ich sie hier dann doch lieber hintenan gestellt.

© Leseerfahrung von Journalist Edgar Helmut Neumann im August 2013

Rüdiger Heins: In Schweigen gehüllt

Debras Verlag Konstanz, 2013, 228 Seiten, Hardcover


Ich bewundere den Mut des Autors

Lesererfahrung mit einem nicht alltäglichen Buch


Was macht man aus einer Geschichte, die einem aufgedrängt wird, wenn sie denn wirklich aufgedrängt worden ist? Vielleicht schreibt man 25 Jahre daran. Vielleicht wird es allein schon deshalb ein Roman, weil das eine so schrecklich schwere Geburt gewesen sein soll, wenn man all dem Glauben schenkt, in das man sich gerade hinein vertieft, wo ein anderer sich hinein vergraben hat. Dabei sucht man vielleicht sogar nach der Antwort auf die Frage, wer da gräbt und was er ausgräbt oder auch eingräbt; jedenfalls wird nichts vergraben. Es bleibt am Ende die Frage an sich selbst als Leser, wie geht man mit Wahrheiten um, die dem Verborgen-sein entrissen werden (möglicherweise nicht in Gänze), um damit Fiktionen zu schaffen. Nahegelegt wird diese Frage durch den Ich-Erzähler im Roman von Rüdiger Heins "In Schweigen gehüllt".


Ich habe das Buch, von dem hier die Rede ist, sofort zweimal lesen müssen, um zwischendrin erst einmal eifrig zu googlen. Ich wollte einfach mehr wissen, als ich aus dem Roman erfahren konnte. Die Zeit zwischen Lesen und Schreiben, das Buch lesen und diese Rezension schreiben, ist zu kurz gewesen; meine Neugierde wird darüber hinaus reichen. Und ich bin mir sicher, dass ich sehr viele Fragezeichen noch lange in meinem Rucksack spazieren trage.


Rüdiger Heins, den Lesern der online-Literaturzeitung „experimenta“ als deren Herausgeber und anderen als Leiter des Instituts für Kreatives Schreiben in Bingen bestens bekannt, hat mit seiner neuesten literarischen Kreation „In Schweigen gehüllt“ uns ein besonderes Buch in die Hand gedrückt. Die Besonderheit wird von Prof. Dr. Mario Andreotti (Dozent in St. Gallen und Zürich und Autor von „Die Struktur der modernen Literatur“) in einem ausführlichen Nachwort im Buch herausgearbeitet. Was er zu Heins‘ Montage-Roman sagt, ist an manch anderer Stelle zu lesen. Ich gebe hier meine ganz persönliche Lese-Erfahrung wider.


Da ist man mit historisch belegten Fakten konfrontiert, denen ein fiktiver Ich-Erzähler einen erst einmal entziehen möchte, wobei er die Frage, ob der Untergang der Titanic neun Jahre nach dem Mord, um den es in diesem Buch geht, nicht von größerer Bedeutung wäre, ohne Fragezeichen so in den Raum stellt, dass man auch ohne Skrupel darüber hinweg lesen darf. Überhaupt darf man in diesem Buch über sehr vieles einfach hinweg lesen. Für die eine und den anderen werden sicherlich die eingestreuten Gebetstexte dazu gehören, manchen mögen sie nachdenklich stimmen; es kann aber auch sein, dass andere darauf richtig verärgert reagieren.


Mir stellt sich die Frage, womit ich konfrontiert werde, ob ich die Konfrontation aushalten kann. Ich kann es, weil ich das will.


Als Rezensent hätte ich den Autor vielleicht zu einigem befragen müssen. Ich habe es bewusst nicht getan. Rüdiger Heins wird bestimmt von vielen befragt werden; ich weiß, dass er auch beschimpft werden wird, so sicher wie das Amen in der Kirche.


Der Kern der Geschichte ist Geschichte: Mutter Honorine Steimer wurde von ihrem Neffen ihres Geldes wegen ermordet. Der Buchautor suggeriert dem Leser die Frage, wieso die ehemalige Generaloberin einer Würzburger Kongregation so viel Geld hatte. Rüdiger Heins wagt in seinem Roman mit addierten Darstellungen eine gewisse „Rehabilitation“ einer durch bischöfliche Gnaden Amts-enthobenen Ordensfrau, vor der kirchliche Stellen sich wohl zu lange gedrückt haben. Sein aufklärerischer Ehrgeiz scheint aber nicht alle Barrieren überwinden zu können, obgleich beim Jubiläum der Kongregation wohl einiges klargestellt worden ist..


Für mich ist bei diesem Buch sehr viel interessanter, wie der Autor mit der Person des Täters zurechtkommt. Dieser Anton Detrois ist als Mörder hingerichtet worden. Das Bild, das Rüdiger Heins von ihm zeichnet, die Anleihen zur Zeitgeschichte, die er dazu packt, die Traumgeschichten, die er seinem fiktiven Erzähler ins Tagebuch schreibt, und nicht zuletzt die symbolbeladene Kellerassel in mehreren auffälligen Fußnoten, die man nicht übersehen darf, die Auflehnung, die mit recht vielen autobiographischen Apostrophierungen zum Ausdruck gebracht wird, die Spiegelungen aktueller Bezüge im inner- und außerkirchlichen Bereich, die anekdotischen Reihungen, die sich mit dem fiktiven Geschehen paaren, die nicht formulierten Assoziationen, die sich dem Leser auch zwischen den Zeilen aufdrängen, der gepfefferte Beigeschmack, der sich hernach nicht einfach herunter spülen lasst, all das mündet für mich in der Feststellung, dass mein Freund Rüdiger einmal mehr sowohl seinen Handschuh als auch seinen Hut in den Ring geworfen hat.


Ich war als früherer Angestellter in der bischöflichen Behörde zu Würzburg neugierig auf dieses Buch, ich habe mich als Journalist aus dem Saarland darüber gefreut, dass eine Saarländerin zur Protagonistin erkoren wurde. Als gedanklich involvierter Leser fiel es mir nicht leicht, das Buch gleich zweimal hintereinander in einem Zug durchzulesen.


Ich bewundere den Mut des Autors bei der montierend-kompositorischen Herangehensweise. Ich wünsche ihm viele nachdenkliche Leser. Ich wünsche Rüdiger Heins, den man hier wieder von einer neuen Seite kennen lernt, damit natürlich auch weiteren schriftstellerischen Erfolg.

© Leseerfahrung von Journalist Edgar Helmut Neumann, 2013

© Rezension von Edgar Helmut Neumann (Saarbrücken)

Journalist


in mir - Gedichte über die Jahre

Debras Verlag Konstanz, 2013, 168 Seiten, Hardcover


Das Ich muss Ohr sein, um Mund zu werden, der schweigt, damit die Worte aufs Papier fließen, die aus dem Innern kommen…


Der Satz stammt weder von Hans-Jürgen Buch noch von seiner Tochter Noemi Josephine oder seinem Sohn Justus Simon, die zu dritt „Gedichte über die Jahre" geschrieben und zusammengetragen haben, um sie mit ihrem gemeinsamen Gedichtband „in mir" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Interessanterweise erfährt man auf Nachfrage, dass sie zunächst nicht wussten von den gemeinsamen Talenten sondern sich fast zufällig davon erzählten.


Mit meinem Satz, der so ähnlich durchaus aus der Feder von einem von ihnen stammen könnte,  will ich zusammenfassen, was den geneigten Leser erwartet. Ein Beispiel: „was ist es, was da in mir inne wohnt? was schwelt und brodelt. was mich zu zersprengen droht!...und nichts und niemanden verschont!..." (Der erste Vers auf Seite 135; der reflektierende, die Vergangenheit bewältigende und auf die Zukunft hoffende Text von Noemi Josephine Buch – Jahrgang 1983 - erstreckt sich über weitere vier Seiten.) Viele der insgesamt 98 Texte (ich möchte nicht alle als „Gedicht" betrachten, sondern einige doch eher als Reflexionen bezeichnen) bespiegeln - teils mit Trauer, die fast jeder einmal empfindet, sind oft aber auch mit Hoffnungen behaftet, die wir alle schon mit uns geschleppt haben -  Augenblicke, Rückblicke, entsagende Kämpfe, Abrechnungen, Zumutungen, Seelenzustände, Träume, Verortungen und Ausblicke.

„die gedanken sind frei…" Unter dieser Überschrift teilt der Vater mit Dank an seine beiden Kinder mit, dass die Gedichtsammlung über viele Jahre hinweg entstand, in denen die drei vertrauensvolle Gespräche oft bis tief in die Nacht miteinander führten. Am Ende des Buches steht ein Dank an Rüdiger Heins für seine einfühlsame Kritik bei einem Workshop „Kreatives Schreiben" im Kloster Himmerod.


Hans-Jürgen Buch, Jahrgang 1952, hat die ersten Texte des Buches ab 1986 aufgeschrieben. Der selbständige Designer, der sich zu den Höhen und Tiefen sowie zu den Abgründen in seinem Leben bekennt, lässt uns an der Erkenntnis teilhaben, dass Schreiben etwas Befreiendes hat, Emotionen in Worte kleidet, wobei er ebenso wie seine Kinder nicht mit Verschlüsselungen spielt.


Sein Sohn Julius Simon – Jahrgang 1981 – begann mit sechzehn Jahren über Verliebtheiten zu schreiben, ebenso über Lebensfragen an sich selbst und was ihm  sonst an Gedanken über den Weg gelaufen ist. Die Schwester des ehemaligen Germanistikstudenten, der in der Werbebranche beschäftigt ist und auch mit Musik zu tun hat,  ist Psychologiestudentin. Ihre Texte, die sie seit 1998 sammelt, geben viel von ihrem Seelenleben kund und erlauben einen Blick auf die Gefühlslagen ihrer Generation – so ähnlich steht es auch auf dem Cover zu lesen.


Hans-Jürgen Buch scheut sich in Gesprächen nicht, davon zu erzählen, dass sein Deutschlehrer überhaupt keine Freude an ihm hatte. Bei der Lektüre dieses Buches möchte man es allerdings nicht glauben. Die nachvollziehbare Urlaubserinnerung an einen Regentag, an dem die unruhigen Kinder nicht daran hindern, dass die Flammen eines offenen Feuers Gedanken und Gefühle aus dem untersten Innern so emporsteigen lassen, dass sie sogar schriftlich festgehalten werden wollen, um dann einer der ältesten Texte in einem damals noch nicht erstrebten Gedichtband zu werden, der nicht alles enthält, was seitdem entstanden ist. Auch andere Texte strafen Buchs Deutschnoten, mit denen er kokettiert, sehr deutlich Lügen.


Bei Vater und Sohn werden Männerwünsche in dem gemeinsamen Gedichtband nicht versteckt sondern in vielen Zeilen ausgesprochen, auch die Tochter geht mit ihren Berührbarkeiten und Sehnsüchten dort sehr offen um. Und keineswegs nebenbei stößt man in dem Buch an mancher Stelle sogar auf Märchenhaftes.


Ein 168 Seiten starkes Buch (Hardcover) aus dem Debras-Verlag in Konstanz, das man deshalb gewiss mehr als einmal zur Hand nimmt, um nachzufühlen und mitzuempfinden oder sogar mitzuträumen, wenn nicht noch mehr.

Leseerfahrung von Edgar Helmut Neumann


Anna Kallab: Yasminblütenpampe



Geschichten aus Guatemala


Ein Blütenzauber aus 25 Jahren Guatemala-Erlebnissen.

Es ist die Geschichte eines Abenteuers. Erzählt wird ein Lebensabschnitt eines deutsch-östereichischen Paares. Der Leser fühlt sich nicht nur eingeladen, daran teilzuhaben. Die Geschichten aus Guatemala, die Anna Kallab uns in „Jasminblütenpampe“ teilweise recht spannend ausbreitet, sind ebenso unterhaltend wie sie in nicht wenigen Passagen auch nachdenklich stimmen.


Die Arca de Noé (Arche Noah) hat viel Herzblut gekostet, liest man zwischen den Zeilen. Sie war viel mehr als nur ein Vierteljahrhundert währendes Abenteuer. Sie war vor allem ein Nest des Betreiberpaares inmitten einer Naturlandschaft, die für es eine besondere Anziehungskraft hatte und viele Gäste zu ihm brachte. Dass diese Anziehungskraft verloren zu gehen drohte, als der Lago Atitlán im Hochland Guatemalas aufgrund der Umweltsünden um ihn herum vor einigen Jahren von Algenpest heimgesucht wurde, von dieser Angst des damals vom Tourismus lebenden Paares liest man im Internet, nicht im Buch. Wäre ich nicht Journalist, hätte ich es nicht vermisst. Aber man kann lesen von der Entwicklung im benachbarten Maya-Dorf und von den großen und kleinen Problemen des Landes. Anna Kallab sieht die Entwicklung ohne Pathos, eher ernüchtert. Doch am Schluss des Buches fällt ihr wie dem Leser der Abschied aus dem Paradies nicht leicht. Zuvor hat man teilgenommen am Aufbau und an der Belohnung für alle Anstrengungen. An manchen Stellen ist Schmunzeln nicht zu unterdrücken. Dafür sorgen nicht nur zwei Nasenbären und die Engelchen. Oder Papageien. Ein zahmes Eichhörnchen nicht zu vergessen. Nein, ich will nicht zu viel verraten. Nur noch, dass auch neugierig machende Rezepte in diesem Buch enthalten sind. Zu den Gewürzen gehört auf fast allen Seiten sehr viel Humor.

Die Autorin, in Schlesien geboren, wuchs in der Eifel auf. Ihren Mann lernte sie an der Universität Wien kennen. Zwei der vielen Stationen der Psychologin, die in Indonesien lebte, von dort nach Australien gesegelt ist, waren die Justizvollzugsanstalten in Heilbronn und Dresden. Bevor sie sich am Atitlan-See niederließen, waren sie und ihr Mann Wolfgang ein Jahr lang durch Südamerika gereist. Heute leben sie in Dresden und in Österreich. Bei ihrem Arche-Abenteuer sind sie mit Menschen aus aller Welt zusammen gekommen, besonders auch mit Künstlern und Schriftstellern, die das Paradies genossen haben. Das kann jeder bei der Lektüre der 124 Seiten gut nachvollziehen. (ehn)



Leseerfahrung von Dr. Wolfgang Betz


Anna Kallab: Yasminblütenpampe



Geschichten aus Guatemala


Es ist ist kein Kochbuch. Aber eine Köstlichkeit. Der Titel dieser locker und leicht geschriebenen Geschichtensammlung soll niemanden erschrecken, auch wenn er für die Zauberei in Anna Kallabs Küche steht. Das milde Klima, der Atitlansee, der Blick auf die drei Vulkankegel, die Indianer in ihren bunten Trachten … – hier in Guatemala sah sie mit ihrem Mann nach einer Zeit der Weltenbummelei einen Ort zum Bleiben.


Die beiden Stadtmenschen ergriffen die Chance, ein ödes, landwirtschaftlich nicht nutzbares Gelände direkt am See zu kaufen, weit abseits des nächsten Dorfes und üblicherweise nur mit dem Boot erreichbar. Dort eröffneten sie 1986 ein kleines Hotel mit Restaurant.

Was sie in den 25 Jahren dort erlebten, mit den indianischen Dorfbewohnern, ihren Gästen, ihren Tieren, das erzählt Anna Kallab humorvoll, stets charmant, nie bissig, aber doch mit einem ernsthaften Hintergrund. „Arche Noah“ nannten die beiden ihre „Hütte“ in der sich dann auch alsbald allerlei Getier vom Nasenbären bis zum Amazonaspapagei einfand, was aufgepäppelt werden konnte oder gar anderswo ausgestoßen worden war. Kochen ist Anna Kallabs Leidenschaft. Blüten, Kräuter, Früchte, Gewürze – alles, was im eigenen Garten gedeiht und wuchert oder auf dem Markt zu bekommen ist, verwertet und veredelt sie in immer neuen Kompositionen.


Neben den selbst erfundenen Rezepten gewinnt sie ihre besten Anregungen aus Kriminalromanen. Das wissen die Gäste natürlich nicht und genießen somit arglos:

„Was Sie anbieten, ist manchmal schon ein bisschen verrückt, aber erstaunlich gut.“

Im Jahr 2012 verkauften sie ihr „Paradies“ und zogen zurück nach Deutschland und Österreich. Auch in Guatemala war die Zeit nicht stehengeblieben: Das Gebiet um den See ist touristisch erschlossen, Hotels waren gebaut worden, neue Bewohner aus Europa und Nordamerika zugezogen.


Anna Kallab und ihr Mann erlebten mit, wie der Tourismus das Dorf und die Landschaft veränderte. „Es sieht wie Fortschritt aus, es bietet Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung, nur zu größerer Zivilisation hat es kaum geführt.“

Dr. Wolfgang Betz

Projekte der Wikimedia Foundation

Beiträge aus dem Blog vom Debras Verlag

zweite Auflage, stark erweitert und aktualisiert

100 Seiten, Buchformat 17 cm x 22 cm

Paperback (Klebebindung)



Eine Lesererfahrung von Solengelen

Das Buch enthält eine Zusammenfassung mehrerer Beiträge aus dem Blog vom Debras Verlag und zwar aktualisiert und ergänzt. Die Beiträge beschreiben eine Auswahl von Projekten der Wikimedia Foundation (kurz: WMF). Die Auflistung der Quellen bieten dem Leser Hinweise zu aktuelleren Informationen aus dem Internet. Das Buch gibt einen Überblick und möchte den Leser ermuntern, das was die Wikimedia Foundation bietet, intensiv und häufiger zu nutzen. Zitat aus Wikipedia/de: „Die Wikimedia Foundation, Inc. (Wikimedia-Stiftung; kurz: WMF) ist eine nichtstaatliche Non-Profit-Organisation, die nach eigenen Angaben „freies Wissen“ (= freie Inhalte) fördert. Für die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung der Inhalte setzt sie sogenannte Wikis ein. Das mit Abstand bekannteste Wiki, das die Wikimedia Foundation betreibt, ist das Enzyklopädieprojekt Wikipedia. Im deutschsprachigen Raum sind sie in der Rechtsform eines (eingetragenen) Vereins organisiert: Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia Schweiz.“



Fazit

In der Broschüre geht es um die Wikimedia und deren Portale. Bisher kannte ich nur Wikipedia und Wikivoyage, aber in diesem Büchlein werden diverse andere vorgestellt. Es ist eine wahre Flut an Informationen, für mich interessante, aber auch nicht interessante, wie in jedem Nachschlagewerk. Für mich als Laie sind besonders die Links von Interesse, und diese sind hinten im Buch noch einmal zusammengefasst. So habe ich alles für mich Wichtige auf einen Blick. Ich habe auch im Buch die für mich wichtigen Informationen markiert und so habe ich jetzt sozusagen ein auf mich zugeschnittenes Nachschlagewerk. Ich durfte dieses Werk in einer Leserunde kennen lernen und freue mich über mein neues Wissen. Sternetechnisch habe ich zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, aber da ich viele neue links bekommen habe, die interessant für mich sind, habe ich mich für 4 Sterne entschieden.

© Leseerfahrung der Leserin Solengelen bei Lovelybooks



Eine Lesererfahrung der Leserin Irmgard Rahn in der Leserunde bei Lovelybooks (10/2015)

Nun habe ich das Buch/Broschüre gelesen. Mir ging es wie fast allen hier. Ich kannte außer Wikipedia und Wiktionary nichts. Auf Wiktionary bin ich als Autorin einmal zufällig gestoßen.

Die Broschüre ist sehr informativ, den Link zu Wikibooks habe ich an meinen Enkel weitergeleitet. Als Nachschlagewerk steht das Buch nicht, wie ich gesagt habe, auf meinem Schreibtisch, sondern ich habe mir die Links auf Wikivoyage, Wikispecies, Wikisource und Wiki Commons in meine Favoritenleiste gelegt, da ich in Zukunft gerne darauf zurückgreifen werde. Die anderen Wikis sind für mich nicht interessant, aber ich weiß nun, dass es sie gibt. Und das ist gut.

Ein großes Dankeschön an den Debras Verlag für diese Broschüre. Ein bisschen schwer zu lesen, aber die Informationen sind ja auch zum Benutzen gemacht.  Die Rezension erscheint auf meinem Blog "Books of Reality" und bei Amazon.

© Leseerfahrung der Leserin Irmgard Rahn bei Lovelybooks